Kundennutzen steht an erster Stelle

Kundennutzen schaffen

Viele Webseiten gefallen in erster Linie den Betreibern. Wenn es sich um eine private Homepage handelt, geht das völlig in Ordnung. Dümmer ist es, wenn es sich um eine Firmen-Webseite handelt, welche eigentlich dazu dienen sollte, Umsatz zu schöpfen. Dann war nämlich alle Liebesmühe umsonst und die Investition für die Tonne. Gerade kleinere Betriebe können sich den Luxus einer wertlosen Webseite nicht leisten. Deshalb sollten sie im Internet genau das tun, was sie auch im realen Geschäftsleben machen sollten: einen möglichst hohen Kundennutzen schaffen.

So manch ein Webseitenbetreiber stirbt in Schönheit

Bei einer Webseite geht es nicht darum, dass Ihre potentiellen Kunden diese schön finden. Gutes Design ist zwar sicher nicht hinderlich, wird aber völlig überschätzt. Eine Webseite dient dazu, ein konkretes Problem der User zu lösen. Es geht IMMER um Informationsvermittlung.

Gelingt es Ihnen, eine Antwort auf das zu lösende Problem zu geben, haben Sie die Chance, dass aus den Usern Kunden werden. Schaffen sie es nicht, nützt auch das schönste Design, das beste Foto, das lustigste GIF nichts. Dann verschwinden Ihre Besucher innerhalb von Sekunden.

Verwechseln Sie also niemals die Befriedigung Ihrer persönlichen Eitelkeit, mit der Befriedung realer Kundenbedürfnissen. Letzteres lässt sich nicht mit Schönheit befriedigen (außer sie betreiben eine .xxx Seite), sondern nur durch die Schaffung konkreter Kundennutzen.

Was kann ein solcher Kundennutzen sein?

Die Beweggründe, weshalb ein Mensch im Netz unterwegs ist, um sich Informationen zu beschaffen, sind vielfältig. Den absoluten Kundennutzen gibt es also nicht. Sie müssen sich also überlegen, welche Informationen rund um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung für die potentiellen Kunden interessant sein könnten.

Wenn Sie einfach Ihr Produkt verkaufen, schaffen Sie keinen Kundennutzen!

Konzentrieren Sie sich dabei nicht zwingend auf Ihr Produkt. Nicht, dass ein Datenblatt keinen Charme hätte. Nur unterscheiden sich die Datenblätter der einzelnen Händler nicht wirklich. Ein realer Kundennutzen entsteht dadurch nicht. Besser ist, wenn sie ihren Interessenten aufzeigen, worauf sie beim Kauf zu achten haben und weshalb Sie Produkt A dem Produkt B vorziehen.

Geben Sie kleine Schulungen. Je klarer und je einfacher, desto besser. Vergessen Sie NIEMALS, dass praktisch alle Menschen in den meisten Lebensbereichen Laien sind (auch wenn sie das nicht wirklich zugeben). Deshalb sind sie dankbar, wenn man sie bei der Hand nimmt und sie in ein Thema einführt. Und zwar so, dass sie es verstehen.

Bieten Sie Informationen an, welche sonst nirgendwo zu finden sind. Stellen sie diese Information so dar, dass es auch Menschen verstehen können, die sich nicht den ganzen lieben Tag mit der Materie beschäftigen. Dann schaffen Sie echten Kundennutzen und die User werden es Ihnen danken.

Verschießen Sie nicht gleich Ihr ganzes Pulver

Wichtig ist, dass man es mit dem Kundennutzen auch übertreiben kann. Konzentrieren Sie sich auf ein Thema pro Seite. Packen Sie nicht all Ihr Wissen und Ihre Möglichkeiten zusammen. Die User werden es ihnen nicht danken, wenn sie alle Fragen auf 1246 Zeilen beantworten. Das ist auch nicht notwendig, denn die User machen immer nur einen Schritt nach dem andern. Beantworten Sie also am besten nur eine Frage und geben Sie Ihren Besuchern die Möglichkeit sich danach weiter informieren zu lassen.

Eine Fokussierung auf einen konkreten Kundennutzen hat folgende Vorteile:

Die Seite bekommt ein klares Profil. Google und andere Suchmaschinen können deshalb genau erkennen, um was es bei der Seite geht. Diese eine Sache wird deshalb eine überdurchschnittliche Relevanz erhalten und bei einer entsprechenden Suchanfrage weit oben rangieren.

Ein User, welcher über eine Suchanfrage auf Ihre Seite kommt, erkennt innerhalb von Sekundenbruchteilen, ob er hier das Gesuchte findet. Er wird deshalb auf der Seite bleiben und sich mit dem Inhalt vertieft beschäftigen. (Im Umkehrschluss gilt: schaffen Sie das nicht, ist er innerhalb von etwas mehr als einer Sekunde weg!)

Wenn sie es schaffen sich als Problemlöser zu präsentieren (bitte betrachten Sie Problem nicht zwingend als ein negatives Ereignis. Für eine Frau kann die Tatsache, dass sie keine Schuhe mehr hat gleichzeitig ein Problem, wie ein freudiges Ereignis sein… Bei Männern gibt es selbstverständlich analoge Beispiele!) sind sie nur noch wenige kleine Hürden vom eigentlichen Geschäftszweck Ihrer Seite entfernt.

Ihre Besucher haben den starren Blick

Abschließend noch ein kleines Beispiel aus der Praxis: Kunden suchen gezielt nach Antworten und Lösungen. Gerade wenn das Thema eine hohe Priorität genießt, bewegen sie sich mit Scheuklappen im Web. Wir stellen bei Online-Marketing immer wieder fest, dass sie sich in der Regel nur an wenige Punkte erinnern können. Wir arbeiten viele Stunden daran, eine Seite zu optimieren und mit nützlichen Inhalten zu füllen und die Kunden erinnern sich am Ende nur gerade an einen kleinen, aber offenbar entscheidenden Satz!

Fazit: Es fällt Fachleuten oftmals schwer, die Welt mit den Augen von Laien zu sehen. Versuchen Sie es trotzdem. Vermitteln Sie aus dieser Warte jene Informationen, welche Laien oder Halblaien nützlich sein können. Bieten Sie aus der Sicht von unbedarften Menschen nützliche Tools, welche einem erlauben die Welt besser zu verstehen. Zumindest den kleinen Teil, den Sie mit ihrer Seite beleuchten wollen. Das ist echter Kundennutzen und das wird im Web garantiert belohnt.

Kundennutzen ist wichtig – aber kein Selbstzweck

Sichtbarkeit und das Angebot an echtem Kundennutzen sind wichtige Voraussetzungen, um überhaupt die Möglichkeit zu erhalten, mit Ihren Kunden ins Geschäft zu kommen. Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie ein – im Vergleich zu anderen Anbietern – hohen Traffic (Anzahl Besuche und Seitenaufrufe) auf Ihrer Webseite.

Jetzt dürfen Sie aber nicht vergessen, dass dies nur ein erster Etappensiegt ist, von dem Sie sich noch nichts kaufen können. Nun müssen Sie die erlangte Aufmerksamkeit noch in konkretes Geschäft umwandeln, sonst waren alle Ihre Bemühungen umsonst. Erfahren Sie mehr über den wirtschaftlichen Aspekt einer Homepage, was einem Verkaufserfolg im Wege steht und was Sie tun müssen, um den Fisch an der Angel nicht zu verlieren.